Meine Name ist Timofej Tschikowski,
ich will hier und heute meine bewegende Geschichte erzählen, wie ich die Welt gerettet habe.
Wenn ihr mir nicht glaubt, lest selber.
Es war im Jahr 1962. Ich war U-Boot Kommandant und wir hatten den Befehl, den Golf von Kuba vor amerikanischen Schiffen und somit vor einer Invasion Kubas zu verteidigen. Ich war also von den Rängen her zweitwichtigster Mann auf unserer Unterwassermaschine. Die Tage und Wochen vergingen und wir vermuteten alle die Ruhe vor dem Sturm. So war es auch, sollte sich herausstellen.
Es war der 17. Oktober, an dem es passierte. Mitten in der Nacht erschütterte, so fühlte es sich an, die ganze Erde. Ich wachte in meiner Einzelkabine auf, und stiess mir vor Schreck den Kopf an meinem Gestell. Alle Alarme heulten auf und es blinkte in meiner ganzen Kabine. Ich rann aus der Kabine und stürmte zum Zimmer des Offiziers. Er war der kühlste Mensch, den ich je getroffen habe. Er stiess vor langer Zeit einen Soldaten von Bord, weil er sich weigerte, ein Flüchtlingsschiff abzuschiessen.
Er kam Sekunden später, als ich vor seiner Tür war, aus seiner Kabine und gab sofort Kommandos. Viele der Soldaten an Bord wussten nicht, dass wir nukleare Sprengkörper dabei hatten. Der Offizier rief mich zu sich und wir besprachen die Situation. Er meinte, der Erstschlag der Amerikaner sei gefallen, und der nukleare Krieg sei ausgebrochen. Bei der nächsten Erschütterung des Schiffes wollte er die Atomtorpedos Richtung Amerika losschiessen. Ich war überhaupt nicht einverstanden und wollte Einspruch erheben. Doch hätte ich das getan, hätte er mich an Ort und Stelle erschossen. So vergingen einige Stunden und das schlimmste an der ganzen Situation war, dass wir durch die Erschütterung jeglichen Funkkontakt zu unseren Kollegen auf Kuba und in Moskau verloren. Da fuhren wir also vor der Küste Amerikas herum, ohne zu wissen, ob möglicherweise der totale nukleare Krieg ausgebrochen sei oder was sonst über der Wasseroberfläche passiert war. Das waren die schlimmsten Stunden meines Lebens. Dann bebte es um 12:37 erneut. Ich wusste was jetzt passierte. Wenn wir den Erstschlag tätigten, löschten wir alles Leben auf der Erde aus. Denn Amerika würde zurückschlagen. Der Offizier liess mich per Lautsprecherdurchsage in die Leitzentrale kommen lassen. Ich wusste, dass er den dritten Weltkrieg lancieren wollte, wenn er nicht schon lang im Gange war. Da war ich also. Ich stand ihm alleine gegenüber und er sagte: "Manchmal muss ein Soldat das tun, was ein Soldat tun muss". "Ich tue es für die Sowjetunion". Er lief zum roten Hebel, den noch nie einer von uns berührte. Denn wir wussten, was für eine unglaubliche Zerstörungskraft der hatte. Er stand davor und wollte seine Hand anlegen, als ich meinen Revolver nahm und im in den Hinterkopf schoss.
Ich führte das U-Boot zurück zur kubanischen Insel, wo sich herausstellte, dass die Erschütterungen durch Warnschüsse verursacht wurden. Hätte er den Hebel gedrückt, wäre die nukleare Katastrophe Realität geworden.
Donnerstag, 15. November 2012
Karl Marx - Über die Entfremdung der Arbeit
Karl Marx ist einer der wichtigsten Philosophen und Gesellschaftskritiker aller Zeiten. Er wurde 1818 in Trier geboren und starb 1883 in London. Noch heutzutage werden über seine Ansichten heftige Diskussionen geführt. Einigkeit über solch entscheidende Dinge zu erlangen, scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe grossen Respekt vor einem Genie, wie er es war. Selbstverständlich stimme ich bei weitem nicht allem zu was er geschrieben oder gelehrt hat. Ich finde es einfach extrem spannend, wie dieser Karl Marx eine so frappant andere Weltansicht haben kann als seine Zeitgenossen.
Nicht nur in der Ausbeutung des Arbeiters und im unversöhnlichen Widerspruch der Klasseninteressen besteht für Marx das Problem des Kapitalismus. Die ganze Existenz des Menschen, sein Menschsein selbst, sieht er durch die kapitalistischen Verhältnisse entfremdet und geknechtet. Marx meinte, dass der Mensch an sich dafür lebt, seine Umwelt schöpferisch und kreativ gestalten zu können. Durch die Industrialisierung und die Initialzündung des Kapitalismus veränderte sich die Arbeitswelt extrem. Es konnte vorkommen, dass eine ganze Familie zu Zwangsarbeit verdonnert wurde und das zu einem Hungerlohn. Ein 8-jähriger Junge, der 16 Stunden täglich arbeitete. Für uns unvorstellbar; dazumals traurige Realität.
Marx sagt weiter, dass Arbeit der Stoffwechsel von der Natur und den Menschen sein sollte und primär direkten Nutzen mit sich bringen.
In der damaligen Gesellschaftsordnung sei die Arbeit im Allgemeinen pervertiert und entfremdet worden. Nach Marx ist diese Art von Arbeit alleine eine Methode um Tauschwerte zu erzielen, und nicht wie gewünscht eine Schaffung von Gebrauchswerten oder schöpferischer Kreativität.
Meiner Meinung nach haben wir unsere "angenehmen" Arbeitsverhältnisse auch teilweise Marx zu verdanken. Denn er war derjenige, der sein Wort für die erhoben hatte, die keine Möglichkeit hatten, sich zur Wehr zu setzen.
Nicht nur in der Ausbeutung des Arbeiters und im unversöhnlichen Widerspruch der Klasseninteressen besteht für Marx das Problem des Kapitalismus. Die ganze Existenz des Menschen, sein Menschsein selbst, sieht er durch die kapitalistischen Verhältnisse entfremdet und geknechtet. Marx meinte, dass der Mensch an sich dafür lebt, seine Umwelt schöpferisch und kreativ gestalten zu können. Durch die Industrialisierung und die Initialzündung des Kapitalismus veränderte sich die Arbeitswelt extrem. Es konnte vorkommen, dass eine ganze Familie zu Zwangsarbeit verdonnert wurde und das zu einem Hungerlohn. Ein 8-jähriger Junge, der 16 Stunden täglich arbeitete. Für uns unvorstellbar; dazumals traurige Realität.
Marx sagt weiter, dass Arbeit der Stoffwechsel von der Natur und den Menschen sein sollte und primär direkten Nutzen mit sich bringen.
In der damaligen Gesellschaftsordnung sei die Arbeit im Allgemeinen pervertiert und entfremdet worden. Nach Marx ist diese Art von Arbeit alleine eine Methode um Tauschwerte zu erzielen, und nicht wie gewünscht eine Schaffung von Gebrauchswerten oder schöpferischer Kreativität.
Meiner Meinung nach haben wir unsere "angenehmen" Arbeitsverhältnisse auch teilweise Marx zu verdanken. Denn er war derjenige, der sein Wort für die erhoben hatte, die keine Möglichkeit hatten, sich zur Wehr zu setzen.
Mittwoch, 14. November 2012
Ein einschneidender Gottesdienst
"Wem die Kirche heilig ist und wer an Gott glaubt, bleibt hier in der Kirche!"
Das waren wohl die schockierendsten Worte, die ich in meinem ganzen Leben je gehört habe. Sechs maskierte und mit Maschinengewehren ausgestatteten Männer stürmten in den grossen Kirchensaal, mitten während einem gut besuchten Sonntagsgottesdienst und schrien diese einschneidende Worte.
Ich sass ziemlich weit vorne, in der fünften oder sechsten Reihe. Ich war alleine dort.
Eigentlich habe ich den Kontakt zur Kirche seit meiner Konformation, die schon mehr als 10 Jahre hinter mir liegt, etwas verloren. Doch seit einigen Monaten habe ich den Draht wieder gefunden und ich fühle mich seitdem viel besser. Zurück zu dem Schicksalsschlag.
Der Gottesdienst hatte circa seit 20 Minuten begonnen und der Pfarrer war schon voll in seinem Element. Er war gerade dran, einen Vergleich zwischen der heutigen Stellung der Kirche und derjenigen im Mittelalter zu machen. Doch dann knallte die Tür auf und die obengenannte Situation ereignete sich.
Mir schoss das Blut in den Kopf und spürte wie mein ganzer Körper angespannt war. Vermutlich setzte mein Körper riesige Mengen Adrenalin frei. Mir gingen komische Dinge durch den Kopf: Ist es jetzt vorbei? Überlebe ich das? Sind das also Terroristen?
Die Maskierten verteilten sich auf der Höhe des Altars und schrien erneut wild durcheinander, jeder der an Gott glaubte, sollte dort sitzen bleiben, wo er sei. Dann fing das grosse Flüchten an. Riesige Menschenmengen stürmten aus dem Kirchsaal. Ich blieb genau dort sitzen wo ich war. Ich hatte ein komisches Gefühl in mir, das mir sagte, ich sollte sitzen bleiben. Als etwa 95% des Raumes draussen war, forderten die Maskierten ein letztes Mal alle auf sitzenzubleiben, die an Gott glaubten. Niemand stand mehr auf. Jetzt hatte ich Todesangst. Zwei von den Maskierten rannen im Durchgang in der Mitte zur Türe und schlossen sie von innen ab. Ich schaute auf den Boden und fragte mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn ich auch rausgerannt wäre.
Mit ihren Maschinengewehren in ihren Händen, standen die Sechs Maskierten vorne und schauten in den Saal. Was dann passierte, hätte ich nie für möglich gehalten. Seit jeher hatte ich ein Vertrauen in Gott, dass ich nie mehr verloren hatte.
Die Maskierten nahmen ihre Masken ab und da sprach der eine: "So jetzt sind wir unter uns. Lasst uns jetzt mit dem Gottesdienst fortfahren".
Das waren wohl die schockierendsten Worte, die ich in meinem ganzen Leben je gehört habe. Sechs maskierte und mit Maschinengewehren ausgestatteten Männer stürmten in den grossen Kirchensaal, mitten während einem gut besuchten Sonntagsgottesdienst und schrien diese einschneidende Worte.
Ich sass ziemlich weit vorne, in der fünften oder sechsten Reihe. Ich war alleine dort.
Eigentlich habe ich den Kontakt zur Kirche seit meiner Konformation, die schon mehr als 10 Jahre hinter mir liegt, etwas verloren. Doch seit einigen Monaten habe ich den Draht wieder gefunden und ich fühle mich seitdem viel besser. Zurück zu dem Schicksalsschlag.
Der Gottesdienst hatte circa seit 20 Minuten begonnen und der Pfarrer war schon voll in seinem Element. Er war gerade dran, einen Vergleich zwischen der heutigen Stellung der Kirche und derjenigen im Mittelalter zu machen. Doch dann knallte die Tür auf und die obengenannte Situation ereignete sich.
Mir schoss das Blut in den Kopf und spürte wie mein ganzer Körper angespannt war. Vermutlich setzte mein Körper riesige Mengen Adrenalin frei. Mir gingen komische Dinge durch den Kopf: Ist es jetzt vorbei? Überlebe ich das? Sind das also Terroristen?
Die Maskierten verteilten sich auf der Höhe des Altars und schrien erneut wild durcheinander, jeder der an Gott glaubte, sollte dort sitzen bleiben, wo er sei. Dann fing das grosse Flüchten an. Riesige Menschenmengen stürmten aus dem Kirchsaal. Ich blieb genau dort sitzen wo ich war. Ich hatte ein komisches Gefühl in mir, das mir sagte, ich sollte sitzen bleiben. Als etwa 95% des Raumes draussen war, forderten die Maskierten ein letztes Mal alle auf sitzenzubleiben, die an Gott glaubten. Niemand stand mehr auf. Jetzt hatte ich Todesangst. Zwei von den Maskierten rannen im Durchgang in der Mitte zur Türe und schlossen sie von innen ab. Ich schaute auf den Boden und fragte mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn ich auch rausgerannt wäre.
Mit ihren Maschinengewehren in ihren Händen, standen die Sechs Maskierten vorne und schauten in den Saal. Was dann passierte, hätte ich nie für möglich gehalten. Seit jeher hatte ich ein Vertrauen in Gott, dass ich nie mehr verloren hatte.
Die Maskierten nahmen ihre Masken ab und da sprach der eine: "So jetzt sind wir unter uns. Lasst uns jetzt mit dem Gottesdienst fortfahren".
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